Barfuß durch den Gletschersee   143255
vorheriges Panorama
nächstes Panorama
Details / LegendeDetails / Legende Marker ein / ausMarker ein / aus Übersicht ein / ausÜbersicht ein / aus   
 Durchlauf:   zum ersten Punkt zum vorherigen Punkt Durchlauf abbrechen
Durchlauf starten
Durchlauf anhalten
zum nächsten Punkt zum letzten Punkt
  verkleinern
 

Legende

1 Großer Trögler
2 Gletschersee am Sulzenauferner
3 Furt
4 Bach
5 Aperer Freiger
6 Hundsheim
7 Fernerstube
8 Wilder Pfaff
9 Sulzenauferner
10 Seitenmöräne, bis hierher reichte der Gletscher um ca. 1860
11 Peiljoch

Details

Aufnahmestandort: Gletschersee, Sulzenauferner (2520 m)      Fotografiert von: Hans-Jürgen Bayer
Gebiet: Stubaier Alpen      Datum: 12 Aug 2012
Ich wollte an diesem Tag noch eine kleine Runde drehen und bin vom Hundsheim westlich über die Fernerstube abgestiegen - man würde dort sonst wieder über den Lübecker Weg zurück zur Sulzenauhütte gehen. Dieser Abstecher führte nun runter zum kleinen Gletschertor und dem See (entsteht wohl nur im Sommer). Von dort, aber auf der gegenüberliegenden Seite eines Baches, ging der Normalweg vom Peiljoch (Dresdner Hütte) zurück zur Sulzenauhütte.
Schon von weitem hielt ich Ausschau wie ich denn den Gletscherbach trockenen Fußes überqueren konnte. Als ich dort ankam entpuppte sich der Bach zu dieser Tageszeit und bei den vorherrschenden Temperaturen als enorm reißend. Es galten ca. 5-6 Meter zu überqueren. Alle gedanklichen Versuche scheiterten, ebenso Versuche mir mit Felsen eine Spur zu bauen. Die Felsen die ich noch tragen bzw. schieben konnte wurden gleich weggerissen was mir bedeutete, dass hier heute kein rüberkommen war. Die 300Hm wieder zurück auf den Abzweiger wollte ich aber definitiv nicht mehr machen, ein Abstieg über den Gletscherschliff kam diesseits des Baches wegen der Steilheit des Geländes und dessen Glätte auch nicht in Frage.
Ebenso erschien mir eine Überquerung des Gletschers mit trotz mitgeführter Steigeisen nicht erwägenswert.
Letzte Chance war also der See und über dessen kleiner Sandbänke rüber zum Ufer zu gelangen.
Also Schuhe ausgezogen und über vielerlei kleinerer Inseln auf eine große Insel (Standort beim Pano) gewatet und stets Ausschau nach einer Furt gehalten. Die einzige passierbare Stelle erschien mir eine weniger türkisfarbene Stelle (habe sie markiert). Die Stelle entpuppte sich letztlich als Oberschenkeltief mit sandigem nachgebenden Untergrund.
Während des 10-15m langen Watens durch das Wasser, umgeben von kleinen davonziehenden Eisplatten, war der erhöhte Adrenalinspiegel ganz gut, denn dann spürt man das Eiswasser nicht mehr so stark - durchgeschwommen wäre ich definitiv nicht :-) - dann lieber die Höhenmeter wieder zurück....

EOS400D, 360°, 18HF, 18mm, f/11, 1/400s, ISO-200

Kommentare

Erstaunlich welchen Unterschied das nur 3 Jahre ältere Pano 6645 von Seb bezüglich des Gletschers zeigt. Ich denke, in weiteren 3 Jahren wird der untere Teil abgerissen sein und dann verschwinden.

Klasse Pano mit erstklassiger Hochgebirgsstimmung!

lG,
Jörg E.
18.08.2012 23:15 , Jörg Engelhardt
Bild und Text sind sehr beeindruckend. War das nun jugendlicher Leichtsinn?
18.08.2012 23:58 , Heinz Höra
Brilliante Schärfe und tolle Farben! Die schwierigen Lichtverhältnisse, besonders bei den hellen Wolken sehr gut gemeistert!
LG Jörg
19.08.2012 00:59 , Jörg Nitz
Landschaftlich und farblich eindrucksvolles Panorama mit interessanter Hintergrundgeschichte. So werden Panoramen gleich sehr viel spannender! LG. Bruno.
19.08.2012 08:54 , Bruno Schlenker
Sehr gut.
Der Text veranlasste mich, mir beide Panoramen deiner Tour nacheinander anzuschauen. Hat Spaß gemacht.
19.08.2012 09:23 , Arne Rönsch
"cooles" Pano, - das klingt ein wenig gefährlich...!
19.08.2012 10:49 , Uta Philipp
Nach den Diskussionen beim Pano vorher hätte ich mir jetzt gedacht, daß Du mit dem Ziel an diese Stelle gegangen bist, uns die Wirkung von Gletscher und Zeit auf die Landschaft besonders eindrucksvoll zu zeigen - die alte Moräne über der aktuellen Gletscherzunge im See ist durchaus beeindruckend. Aber wie Du im Text zugibst, wolltest Du Dir ja nur 300HM sparen ;-) War offenbar trotzdem eine lohnende Variante. VG Martin
19.08.2012 10:55 , Martin Kraus
So mag ich es!! Deine Neugier hat dich in eine Gegend gebracht, die sonst wohl nicht viel Besuch bekommt. Dass du den Sander dann auch noch gequert hast, ringt mir Bewunderung ab.
Wenngleich: Zum "jugendlichen Leichtsinn" sei nur soviel ergänzt: Altersweisheit war es wohl eher nicht, die dich da begleitet hat ....
Herzlichst Christoph
19.08.2012 11:15 , Christoph Seger
Danke Leute ! Es war wirklich nicht gefährlich nur halt sehr sehr kalt - Gegenüber saßen ein paar Leute die vielleicht was zu klatschen gehabt hätten wenn ich reingefallen wär, aber den Gefallen tat ich ihnen nicht :-)) HJ
19.08.2012 11:38 , Hans-Jürgen Bayer
Dramatischer kann man den Gletscher wohl nicht inszenieren. Super im Gegenlicht! Auch die Wolken sind, von wem auch immer, herrlich gestaltet.
19.08.2012 17:05 , Harry Dobrzanski
Andere Leute... 
...schimpfen schon, wenn's in der Badi nur 18°C hat,
du robbst durch Eiswasser und bietest uns noch ein tolles Pano davon,
das nennt man Einsatz total, dem auch meine ganze Anerkennung gebührt!
lg Fredy
19.08.2012 19:34 , Fredy Haubenschmid
Beeindruckend! 
Guat is gangen nix is gschehn :-)
LG, Toni
20.08.2012 17:43 , Anton Theurezbacher
Respekt für das "Eisbaden" und die ausgezeichnete technische Qualität des Panos. LG Fried
20.08.2012 19:30 , Friedemann Dittrich
Phantastisches Panorama ... mit "erfrischender" Beschreibung ;-) - lG Hans-Jörg
18.01.2014 16:08 , Hans-Jörg Bäuerle

Kommentar schreiben


Hans-Jürgen Bayer

Weitere Panoramen

... in der Umgebung  
... aus den Top 100