Vom Großen Karwendelspitz   32268
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Legende

1 Grabenkar
2 Grabenkarspitze 2.471m
3 Birkkarspitze 2.749m
4 Vogelkarspitze 2.522m
5 Soiernspitze 2.259m
6 Hochalplkopf 1.770m
7 Benediktenwand 1.800m
8 Rontalboden
9 Schafreiter 2.102m
10 Grenzstein 242 1/4 von 1965
11 Kreuz
12 Gipfelbuch

Details

Aufnahmestandort: Östliche Karwendelspitze (2538 m)      Fotografiert von: Michael B.
Gebiet: Karwendel      Datum: 14 Jul 2013
Aufstieg ab Hinterriß über Kleinen Ahornboden, Hochalm, Gipfel und über Grabenkar zurück. Anschließend gleicher Weg zurück nach Hinterriß (~1750hm incl. Gegenanstiege).

So stand ich nun 143 Jahre nach Herrmann von Barth auf diesem Gipfel (Er machte die Tour allerdings am 4.7. und ging auch weiter zur Vogelkarspitze).

... er schrieb damals (Auszug "Aus den Nördlichen Kalkalpen"
...
Scharte im Grat und Gipfel
Mit wenigen Schritten über rauhes Geschröf war ich auf dem Scheitel; ich blickte die lange Zeile rissigen, aber durchweg gut gangbaren Felsens zurück gegen Süden und überzeugte mich, dass ein Weg von dort herauf weit leichter und kürzer gewesen wäre, als meine Umgehung nach der Westseite. Ich sah gen Osten hinunter in die flache Mulde, vom Haupt- und Zweiggrat im Bogen umspannt, – auch von hier wäre dem Bergsteiger ein Weg auf den Karwendelspitz gebahnt, denn der Steilabfall dieser Mulde in die Hochregion des Grubenkars erweist sich gleichfalls an mehreren Stellen als gangbar. Die brüchigen Zacken des Grates verfolgte ich gen Nord und gewann nach Kurzem den verdächtigen Zahn; 10' [3 m] tief unter mir lag der Boden der Scharte und auf dem rauhen, zerborstenen Gefelse erwies sich eine Umgehung nach beiden Seiten als ausführbar; ich wählte die Westseite, wo eine ausgeprägte und gut zu fassende Stufe im Steilabsturze den Abschwung erleichterte. Der Gipfel, in weissen Plattenlagen vor mir aufsteigend, war nun binnen fünf Minuten gewonnen; auch an ihm vermittelten zahlreiche Ritze und Abstufungen eine weit grössere Leichtigkeit der Ersteigung, als seinem glattplattigen Aussehen nach zu hoffen gewesen war. 2 Stunden nach Aufbruch von der Hochalpe, 5 Stunden nach Verlassen von Hinterriss, um 11 Uhr 45 Min. sass ich auf dem gestreckten, schneidigen Gipfel (7755' 2519 m. Gr.-K.). Auffallend genug trägt derselbe weder ein Signal, noch ist überhaupt eine Spur davon zu erblicken, dass je einmal ein solches dort bestanden habe. Schwierige Ersteigbarkeit bildet für den Karwendelspitz sicherlich keinen Entschuldigungsgrund solcher Vernachlässigung.

Nordwärts blickte ich über gewaltige, fast senkrechte Steilwände hinunter in's Ronnthal. Ich bemerkte, dass der Zweigkamm, der dieses vom Thorthale scheidet, nicht genau unter dem Karwendelspitze aus der Masse des Hauptkammes sich ablöst, sondern etwas weiter östlich. Ein auffälliger, viereckig abgehackter Zacken über dem Grubenkar*) ist als seine wahre Wurzel auf dem Hauptgrate zu betrachten. Sein erster Verlauf, nahe den Wänden des letzteren, ist in die unförmlichsten Klötze und Klippen zerspalten, in ihm tritt auch die fingerförmig gebogene Felssäule auf, deren früher bereits Erwähnung geschah. **)
...
* ist heute das Grabenkar.
** gemeint sind denke ich die Grabenkartürme

(Kompletter Text: http://www.bergruf.de/alpinhistorie/barth/kalkalpen/)

360° Pano

Kommentare

Was hast du denn für eine Projektion genommen ?
16.07.2013 17:26 , Christoph Seger
Christoph, ich habe es zylindrisch gestitcht. Während der Aufnahmen die Kamera allerdings leicht nach unten gehalten. Der Horizont war auf 1/3. LG
17.07.2013 07:58 , Michael B.
Schee ists dort droben!!
Lg Hans
19.07.2013 17:14 , Hans Diter

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Michael B.

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