Niedergewalzte Berghänge in einer erhabenen Bergwelt   112924
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Legende

1 Seilbahnstation Felskinn 2988m
2 Allalinhorn
3 Feechopf
4 Alphubel
5 Feegletscher
6 Täschhorn
7 Seilbahn-Bergstation Längflue 2867m
8 Dom
9 Lenzspitze
10 Seilbahnstation Spielboden 2447m
11 Ulrichshorn
12 Berner Alpen
13 Hanig-Alp 2339m
14 Simelihorn
15 Berg-Gaststätte Morenia
16 Mattwaldhorn
17 Seilbahnstation Maste 4 (2580m)
18 Fletschhorn
19 Lagginhorn
20 Weissmies

Details

Aufnahmestandort: bei Seilbahnstation Maste 4, oberhalb Saas Fee (2600 m)      Fotografiert von: Heinz Höra
Gebiet: Walliser Alpen      Datum: 6.8.2013
So sieht das Skigebiet von Saas Fee am vom Allalinhorn kommenden Feegletscher zwischen den Seilbahnstationen Maste 4 und Felskinn im Sommer aus.
Erstaunlicherweise gibt es aber in dieser plattgewalzten Steinwüste doch noch viele tapfere Pflanzen, viele Polsternelken und Alpen-Leinkraut, Alpen-Margeriten und auch Gletscher-Mannsschild. Sogar Mont-Cenis-Glockenblumen habe ich gefunden http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/31809476.

Panorama aus 12 Hochformataufnahmen mit Canon EOS 600D und Canon EF-S 18-135 STM @ 18mm, ohne Stativ, gestitcht mit PTGui.

Kommentare

Als erhaben würde ich diese Bergwelt nicht mehr bezeichnen, danke aber für die Dokumentation. Schon fast ein Hechenblaikner [Gletscherpathologie].
25.08.2013 23:37 , Christoph Seger
Etwas entdäuschend für mich, Dein Kommentar, Christoph. Immerhin stand ich hierbei auf 2600 m Höhe. Dort enden bei Dir normalerweise die Berge. Doch hier steigen sie nochmals fast 2000 m höher auf. Ich denke, daß das auch aus meinem Panorama zu ersehen ist, allein schon daraus, wie der Alphubel sich hier erhebt - und die Mischabelgruppe mit Täschhorn, Dom und Lenzspitze. Selbst das von den Skianlagen stark bedrängte Allalinhorn erweckt immer noch diesen Eindruck mit seinen ungeheuren, darüber sich erhebenden Eismassen http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/31752635.
Bei diesem Panorama kam es mir darauf an, den Einfluß des Skibetriebes zu zeigen. Der Rückgang der Gletscher ist eine andere Sache, die man aber hier auch sehen und erörtern kann.
PS: Danke für den Hinweis auf Lois Hechenblaikner.
26.08.2013 11:27 , Heinz Höra
Schön, 
dass diese Schande auch einmal gezeigt wird. Ich bin hier 1998 nach einer abgebrochenen Alphubel-Tour runtergelaufen, als dieser Betonpalast gerade errichtet wurde. Fünfminütlich flog der Heli mit Beton herauf und leer wieder hinunter. Die Baumaschinen taten das ihre, um die Idylle zu komplettieren. Ich habe mir damals geschworen, nie wieder nach Saas Fee zurückzukehren. Wie kann man die Berge nur derart mit Füßen treten? Danke den winzigen Pflänzchen, die nach und nach die Wunden zudecken.
26.08.2013 15:02 , Matthias Knapp
Lieber Heinz 
Matthias hat eine sehr gute Ergänzung zu meinem Kommentar geschrieben. Die Entstellung der alpinen Landschaft ist in allen touristisch erschlossenen Gegenden ähnlich, im alpinen Bereich kommt noch verstörend dazu, dass keine "Kunstrasen" Grasnabe die geschlagenen Wunden zu verdecken vermag.

Die versuchte 2600 m Polemik überhöre ich einfach, so was ist man ja schon gewohnt. Mir persönlich hat das von dir im Winter geschätzte Tuxer Skigebiet unlängst als Beispiel der Landschaftsverwüstung gereicht. Gegenden mit alpinen Skiarenen besuche ich im Winter so selten wie nur möglich (d.h. kein Zillertal, kein Sölden, etc, etc. für mich) und im Sommer möglichst nicht, weil sonst würde es mir die Freude am (seltenen) Winterbesuch verleiden.

Offenbar wolltest Du die Entstellung der Landschaft bewußt dominant ins Bild setzen. Es verwundert daher meines Erachtens nicht, dass keiner mehr die "Erhabenheit" der Gipfelregionen in der Sicht von "unten nach oben" [2000 m] wahrnehmen möchte.

LG Christoph
26.08.2013 15:21 , Christoph Seger
Da ich selbst auch Ski fahre und diese Stelle mehr vom Winter kenne, muss ich mich doch auch melden - man steht hier an einem der Brennpunkte des Skigebiets von Saas Fee, wo mehrere Pisten breit zusammenlaufen. Wir hatten ja jüngst auch das Vergnügen, die Gegend im Sommer zu sehen. Aufgestiegen sind wir am Wanderweg auf der Plattjen - Piste - die ist im Sommer grün, artenreich und keineswegs plattgewalzt. Hinunter sind wir mit der Felskinn Seilbahn genau hier drüber. Flachen Moränenschutt (nicht umsonst heisst das Gebäude auch Morenia) hat es ohnehin und hätte es auch ohne Skigebiet, natürlich ist der etwas planiert, aber etwas weiter mäandrieren wilde Bäche durch den Schutt. Am meisten naturverändernd sind die vielen Bauten und Masten - die aber eben auch im Sommer von den allermeisten Bergsteigern und Photographierern genutzt werden. Ich kann also die Empörung nicht ganz teilen.
Wir fahren vor ein paar Jahren mal im Sommer auf der Idalpe oberhalb Ischgl - da waren alle Hänge mit Entwässerungsgräben versehen und mit Drahtnetzen gesichert - fand ich viel schlimmer.
VG Martin
26.08.2013 19:40 , Martin Kraus
Ja, in Tirol 
ist es noch schlimmer.
27.08.2013 10:08 , Matthias Knapp
Es ist mir unverständlich, daß dieses Panorama keinem gefällt - mit diesen sich über dem immer noch mächtigen Feegletscher erhebenden Bergen und den sich darüber auftürmenden Wolken. Auf die richtige Belichtung des Wolkenhimmels habe ich besonderen Wert gelegt.
Wenn doch jemand Interesse hat, dann kann er sich das auch in einer größeren Variante anschauen: http://www.panoramio.com/photo/95474549.
Außerdem gehört dieses Panorama mit den stark nach oben gerichteten Aufnahmen mit zu den am schwierigsten zu stitchenden. Das auch deshalb, weil mehrere Seilbahmmaste vorhanden sind, die letzten Endes alle senkrecht stehen müssen.
31.08.2013 19:10 , Heinz Höra
Ich bin zwar kein "Löwe" 
...aber ich "werfe" mal die ersten vier Sterne!
Für das kritische Alpenbild in bester Anfertigung!
Gruss Walter
P.S. Heinz, wie kamst Du an diesen "grausigen" Standort?
01.09.2013 00:21 , Walter Schmidt
Walter, ein mutiger Schritt! Aber, nachdem Du vom Würzjoch ein Panorama mit so tollen Wolken gezeigt hast, freue ich mich um so mehr darüber.
Die Antwort auf Deine Frage: Ich war auf der Suche nach Bergblumen,
speziell Himmelshold http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/31747554,
Enzianen auf Granitboden http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/31720668 und
Gletscher-Mannsschild http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/31679830
und wollte diese bei der Britannia-Hütte finden. Als ich aber von Felskinn aus ums Egginer-Joch kam, mußte ich sehen, daß dort noch alles zugeschneit war. So bin ich umgekehrt und, um nicht ganz unverrichteterdinge wieder nach Saas Fee zu kommen, bin ich bei Maste 4 ausgestiegen und habe mir diese niedergewalzten Flächen angesehen in der Hoffnung, daß hier doch noch Pflanzenleben ist. Und - wie ich oben schon geschrieben habe - wurde ich freudig überrascht.
01.09.2013 23:22 , Heinz Höra
Ob man hier von Schande sprechen soll oder nicht ist Ansichtssache. Skifahren ist nach wie vor populär und von irgend etwas muss die Bevölkerung in den alpinen Regionen ja leben. Wenn nun zu diesem Zweck auf Geröllfeldern, die der Gletscher frei gegeben hat, Masten für Bahnen hingestellt werden und Pisten durch das Geröll gewalzt werden kann ich damit leben. Mehr Mühe habe mit Aktionen wie in Crans-Montana wo für Ski Pisten Schneisen in die Wälder geschlagen werden.
Die Gegend kenne ich übrigens gut vom Skifahren und von vielen Sommertouren. Bei der Maste 4 steigt man auch aus, wenn man den Klettersteig auf das Mittaghorn in Angriff nehmen will.
02.09.2013 21:16 , Markus Schwendimann
Lieber Heinz, ... nach langer Zeit und mehrmaligem Betrachten habe ich mich gerne durchgerungen die **** zu verteilen, denn es ist mE ein technisch perfektes Panorama! Mich persönlich stören einfach diese gravierenden Einschnitte in die wunderbare Landschaft in der ich sehr oft unterwegs war, aber sie sind nun mal Bestandteil unserer Gesellschaft geworden und das muss wohl auch akzeptiert werden, zumal ich selbst solche Liftanlagen im Winter in der Vergangenheit immer wieder in Anspruch genommen habe, wenn auch nicht in der Umgebung von Saas Fee!

Also gerne 4 Sterne für Dein Auge zur Zeitgeschichte und Deine fotografische und "handwerkliche" Gabe - lG Hans-Jörg
04.09.2013 01:01 , Hans-Jörg Bäuerle

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Heinz Höra

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