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Nach einer Woche Dauerblaugrau am Comer See ist uns klar: Wir müssen da raus. Da die Straßen tagsüber verstopft sind und der Weg weit und anstrengend werden würde, schwingen wir uns halb 4 aufs Rad. Halb 6 passieren wir in Castasegna unerkannt die Schweizer Grenze, schrauben uns durch´s Bergell beständig aufwärts und erreichen halb 9 den Malojapass. Vor uns liegt kühl und klar das Engadin. Aber wir wollen mehr. Dafür müssen wir nun noch die abgas- und lärmkontaminierte Passstraße von Silvaplana zum Julierpass aushalten. An der Chamanna dal Stradin lassen wir um 10 unsere Fluchtfahrzeuge zurück und unterscheiden uns von den anderen Gipfelstürmern nur noch dadurch, dass uns auf der zweistündigen Kraxelei von der Fuorcla Albana über den Ostgrat alle anderen bereits entgegen kommen. Um drei erreichen wir als Letzte den Gipfel, bezahlen unsere Bummelei mit vielen Quellwolken, haben den Moment dafür aber ganz für uns allein. Aus Respekt vor dem Trittsicherheit erfordernden Gratabstieg machen wir uns nach einer halben Stunde schon wieder auf den Heimweg, obwohl uns nach einer längeren Pause zumute gewesen wäre. Im letzten Tageslicht sind wir zurück in der Auspuffkette an den dunstigen lombardischen Seen.
Jochen App, Michael Bodenstedt, Alvise Bonaldo, Jörg Braukmann, Hans-Jörg Bäuerle, Günter Diez, Hans Diter, Andre Frick, Johannes Ha, Manfred Hainz, Martin Kraus, Wilfried Malz, Gianluca Moroni, Niels Müller-Warmuth, Jörg Nitz, Danko Rihter, Jens Vischer, Benjamin Vogel, Alexander Von Mackensen
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Comments
VG Danko
lg Fredy
Eine gute neue Woche und herzlicher Gruß,
Hans-Jörg
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