Alpenstadt Innsbruck   132653
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Legende

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2 Lanser Köpfl
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6 Berg Isel / Schanze
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18 Sellrain
19 Hötting
20 Planötzenhof ?
21 Rietzer Grieskogel
22 Hocheder
23 Hungerburg

Details

Aufnahmestandort: Arzl, Kalvarienberg (640 m)      Fotografiert von: Martin Seger
Gebiet: Karwendel      Datum: 2013-04-25
Frühling in Innsbruck - Im Tal blühen die Bäume, die Berge versinken noch im Schnee - das Land ist für die nächsten Wochen zweigeteilt. Serles, Habicht und Saile wachen über die Stadt ...

Dies ist eine Co-Produktion von Christoph und Martin Seger. Letzterer hat die Aufnahmen gemacht, ersterer das Bild gestrickt und hier präsentiert.

Technische Details:
Canon 600D, 5 QF JPEGS (72 dpi), 09:56
55 mm, f/10, 1/500, ISO100.
hugin, gimp.

Kommentare

Ich diskutiere gerne, ob man den Karwendelhang mit der Hungerburg rechts noch zeigen soll oder nicht. Bitte auch zu beachten, dass man die "Mittelgebirgsterasse" von IBK aus nicht einsehen kann, das Inntal ist hier geradezu ein "Tal im Tal" auf Grund der nicht mehr so mächtigen letzten Eiszeit in der der Inntal-Gletscher im Süden (d.h. Axams, Götzens, Mutters, Igls, Aldrans, Sistrans ...) nicht mehr alles überschoben hat.
LG Christoph
31.10.2013 08:29 , Christoph Seger
Ich wollte gerade schreiben 
Kompliment für den Mut, rechts in den Hang hineinzugehen, um die Hungerburg noch zeigen zu können. Also "pro". Was ich nicht verstehe, ist der Hinweis auf die letzte Eiszeit. Ich gehe mal ziemlich sicher davon aus, dass diese Mittelgebirgsterrasse auch in der letzten Eiszeit von Eis bedeckt war. Alles andere wäre für mich eine faustdicke Überraschung. Gibt es im Netz irgendwo Daten oder gar Karten hierzu? Die Schweizer haben ja eine wunderschöne Karte der letzten Eiszeit veröffentlicht (die mir allerdings auch nicht über alle Zweifel erhaben zu sein scheint). Die geht allerdings leider nicht bis Innsbruck.
31.10.2013 09:24 , Matthias Knapp
Erstmal: Schönes Pano...

Dann: Mir wäre das auch neu, dass in der letzten Eiszeit der Inntalgletscher nur diese kleine Rinne zwischen den Terrassen ausgefüllt hätte. An dieser Stelle dürfte der Inntalgletscher etwa 1000 m dick gewesen sein, die Gletscherzunge lag im Bereich des heutigen Rosenheims...

Die Terrassen sind m.K.n. banale Sedimentablagerungen, die erst nach dem Rückzug des Gletschers entstanden sind. Der Inn spülte sich schlicht eine Rinne durch und die Terrassen blieben links und rechts davon stehen...

Grüße,
J
31.10.2013 09:37 , Jörg Engelhardt
@ Mittelgebirge 
Die Landoberfläche des Mittelgebirges ist schon im Wikipedia-Eintrag gibt eine gute Übersicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Tiroler_Mittelgebirge gut zusammengefaßt

Hier wird auf die maßgebliche Arbeit von Prof. Bobek aus 1935 verwiesen:
"Die jüngere Geschichte der Inntalterrasse und der Rückzug der letzten Vergletscherung im Inntal."
Als pdf verfügbar unter: http://opac.geologie.ac.at/ais312/detail.aspx?parentpriref=

Als ein eindrückliches Beispiel sei nur der Lanser See genannt: Die Gegend dort und der Hang nach Süden waren in der letzten Eiszeit EISFREI!

Zur Dicke des Gletschers: Seine Sohle liegt MEHRERE Hundert Meter unter dem heutigen Talniveau. Literatur dazu habe ich, muss ich aber zu Hause suchen.

LG Christoph
31.10.2013 10:11 , Christoph Seger
Sehr schönes Panorama der Stadt - Diese extremen Gegensätze von Frühling und Winter in so engen Grenzen findet man nicht sehr oft.

Sehe gerade Du hast die Publikation von Hans Bobek bereits erwähnt, dann kann ich meinen Senf ja wieder löschen :-)
Auf Wikipedia erfährt man auch einiges mit dem Stichwort "Tiroler Mittelgebirge" VG M.
31.10.2013 11:30 , Michael B.
Sehr sehr schön. Der Bereich mit der Hungerburg bietet einen passenden Abschluss.
LG
Leonhard
31.10.2013 12:17 , Leonhard Huber
Sehr schön
31.10.2013 15:11 , Thomas Janeck
Tolle Ansicht... 
... von Innsbruck, die hier die Segers präsentieren. Gefällt mir fast noch besser als der von Süden. Die Hungerburg ist interessant genug um "dabei" bleiben zu dürfen.

Liebe Grüsse
Gerhard.
31.10.2013 22:05 , Gerhard Eidenberger
Mittelgebirge 
Leider kann ich dem Wikipedia-Artikel zum Mittelgebirge nichts dazu entnehmen, dass die Gegend nicht vom Inngletscher bedeckt gewesen sein soll. Der Lanser See soll sogar ein Toteis-Produkt der letzten Eiszeit sein - für mich als Laien ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Gegend von Eis bedeckt gewesen war. Das pdf erreiche ich nicht (Fehlzitat?). Ich vermute mal, dass in einem Rückzugsstadium der letzten Eiszeit diese Flächen nicht mehr eisbedeckt waren, während im Talboden noch Eis war. Bin aber neugierig auf jeden gegenteiligen Hinweis.
Ein schönes Panorama übrigens.
01.11.2013 01:47 , Matthias Knapp
@Matthias 
Ich muß mich entschuldigen und korrigieren. Natürlich war im Zuge der Würm-Kaltzeit, welche ja gute 100.000 Jahre angedauert hat, der Inntalgletscher zumindest zeitweise so mächtig, dass er das gesamte Tal mit einer Eismächtigkeit von bis zu 1600 m bedeckt hat (Erratica-Funde auf Nockspitze und Nordkette), wobei nicht außer Acht gelassen werden darf, dass die Talsohle des Gletschers fast 400 m unter der heutigen Landoberfläche gelegen hat (Seismit Daten / Thaur), wobei in den letzten 10.000 Jahren nur noch rund 5-6 Meter aufgeschüttet wurden (C-14 Daten, Wattens). Allerdings - und das war meine Außerungsabsicht - war das Gebiet im "Mittelgebirge" recht früh bereits eisfrei, das Moor um den Lanser See wird auf 14.000 vor heute datiert (C-14 Daten), die HÖHER gelegenen Eisrandterassen-Schotter sind noch älter. Die Hang-Gletscher des Patscherkofel waren bereits um diese Zeit vom Hauptgletscher getrennt. Nordseitig wird der Lanser See durch das Lanser Köpfl vom Haupttal des Inns getrennt, hier ist der Fels anstehend, was die Toteis-Bildung logisch scheinen läßt (Zitat "Der Lanser See (840 m) liegt in einer Toteismulde, die in eine spätglaziale Schotterfläche eingesenkt ist und halbkreisförmig von Eisrandterassen umschlossen wird")

Diese Zeilen sind eine Zusammenfassung aus G. Patzelt, W. Resch, "Quartärgeologie des mittleren Tiroler Inntales zwischen Innsbruck und Baumkirchen". Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver. 1986:68:42-66. Der Text ist im Internet leider nicht verfügbar, ich werde aber einen Scan herstellen.

Die ganze Quartärgeologie ist recht komplex, ich kann auch nur wiedergeben was ich gelesen und vielleicht verstanden habe. Es hilft wieder einmal nur eines: lesen, lesen, lesen.

Liebe Grüße

Christoph
03.11.2013 14:52 , Christoph Seger
Lieber Christoph, 
hab' vielen Dank für Deine Ergänzungen!
LG Matthias
05.11.2013 23:55 , Matthias Knapp
Schönes Innsbruck 
Hallo Christoph und Martin,
euer Panorama gefällt mir sehr gut!
Auch ich finde den Gegensatz zwischen "Winter" und "Frühling" sehr reizvoll ...
Ihr macht mir Lust, den Habicht doch irgendwann mal zu besteigen.
Christoph, sehr interessant was du über die Details der regionalen Quartärgeologie schreibst, da muss auch ich mal nachlesen ...
Man erahnt auch, wie schwer es die französischen, bayerischen und Rheinbundsoldaten 1809 gehabt haben dürften, beim Versuch, die Südhänge zu erstürmen ...
Zu guter letzt, als kleine Zugabe, aber, wie ich meine super zu diesem Pano passend: DAS Lied auf eure Stadt:
https://www.youtube.com/watch?v=3z3pg7Ocmx8
Herzliche Grüße, Olaf
08.11.2013 19:11 , Olaf Kleditzsch
Super Ansicht...eine Stadt zum verlieben ;-)...
Lg Hans
12.11.2013 18:42 , Hans Diter

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Martin Seger

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