Der Lawinenhang vom Vilan   102348
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Legende

1 Schesaplana
2 Vilangipfel

Details

Aufnahmestandort: 40 m unter Vilangipfel (2230 m)      Fotografiert von: Walter Schmidt
Gebiet: Rätikon      Datum: 13.10.2014
Vier Tote, vier Verletzte
und ein unverletzter Selbstbefreier (...der Tourenleiter).
Am Freitag, 30.1.2015. Kaum hatten sie begonnen mit der Abfahrt, löste sich der Schnee über den ganzen Hang. Die Lawinen Situation war "erheblich" doch der Vilan ist ja "harmlos"!

Aus Respekt und Pietät, bitte ich auf Sternebewertungen abzusehen.
Gruss Walter

Kommentare

Walter, Du zeigst den Nordosthang. Ist der Unfall nicht am Südosthang geschehen - gleich zu Beginn der steilen Direktabfahrt nach Seewis links von den Lawinenverbauungen? So habe ich jedenfalls die Bilder interpretiert.
Michael
02.02.2015 07:58 , Michael Bodenstedt
@ Michael 
Luft-Aufnahmen vom Heli (Fernsehen) zeigten genau diese Abrisslinie inklusive Gipfel Vilan. (Ost-Nord-Ost-Hang)
Gruss Walter
02.02.2015 08:10 , Walter Schmidt
Vielen Dank für die Information, Walter! Werde mal versuchen, ob ich die Fernsehbilder im Internet finde.
Herzlichen Gruß

Michael
02.02.2015 08:27 , Michael Bodenstedt
Hab's gefunden! Dein Bild zeigt den "richtigen" Hang!! Da bin ich während meiner Lindauer Zeit oft runter gefahren.
02.02.2015 08:39 , Michael Bodenstedt
Es ist und bleibt ein mieser Winter. Über ein 2. Up-Load irgendwann in der Zukunft würde ich mich freuen, zu gerne würde ich eine Wertung abgeben ...
02.02.2015 09:56 , Christoph Seger
Danke für deine genaue Lokalisierung, Walter, ... 
... dabei erkennt man auch das ungeheure Ausmass der Lawine,
die unterdessen auch noch ein fünftes Todesopfer gefordert hat.
Ich bin sehr traurig über dieses Unglück ausgerechnet an meinem früheren Hausberg (;-(
Bhüeti Gott!
Fredy
P.S. Sorry für das automat. Sternchengeben, welches ich nicht mehr zurücknehmen kann,
meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen!
02.02.2015 21:25 , Fredy Haubenschmid
Sehr tragisch. Mein Beileid und Mitgefühl den Angehörigen und auch dem Tourenleiter, der seinen Begleitern ein herrliches Bergerlebnis vermitteln wollte und nun diese Tragödie unter seiner Leitung verkraften muss. Ich kenne die Umstände nicht und bin schon gar kein Lawinenfachmann. Aber "wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein", sagt Jesus mal in einem anderen Zusammenhang. Ich hoffe diejenigen, die den Tourenleiter demnächst oder jetzt schon medial zerfleischen, erinnern sich.
Die praktische Frage bleibt eine generelle: ab welcher Lawinenwarnstufe sollte man wirklich grundsätzlich auf Touren verzichten und wird man sie zukünftig ausdrücklich "riskieren" müssen? Was ist bei einer Lawinenwarnstufe "erheblich - gross" ein sicherer Hang? Ich weiß es nicht! Aber wenn selbst im Schwarzwald (am 30.01.2015) "Ortskundige, nicht leichtsinnige und Erfahrene" zu Lawinenopfernn werden können, wie südbadener Medien berichteten, gibt das schwer zu denken und fordert noch mehr Respekt vor dem "weissen Tod".
03.02.2015 14:02 , Winfried Borlinghaus
Ich möchte gewiss nicht wie oft so bei solchen Tragödien den "Hinterher-immer-schlauer-Schlaumeier" darstellen, aber wenn ich mir den Hang anschaue: a) 30°-35° Hangneigung b) Osthang c) Mit Gras bewachsen und d) starke Neuschneefälle (LWS3). Ich bin gewiss nicht der top Lawinenexperte, aber bei diesen Kriterien klingeln bei mir eigentlich alle Alarmglocken....

Beste Grüße,
JE
03.02.2015 15:20 , Jörg Engelhardt
@Jörg 
Schön sieht man auch die sicherlich recht typische "normale" Schneeverteilung am Hang. Die Lawine ist auf der diesen Winter so prägenden Störungsschicht (siehe blog-Einträge auf www.lawine.at + die Bilder vom Unglückshang) abgegangen, d.h. das Gras spielt da eher keine Rolle. Wo der Abriss genau initiiert worden ist und ob der Osthang vorher schon einige Male an diesem Tag befahren worden ist - wer weis ...

aber ... die Abriss-Kante ist die Gratkante (http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/baden/drama-um-sac-laegern-verfahren-gegen-skitourenleiter-eroeffnet-128790023), d.h. "Gefahrenmuster 6 und Gefahrenmuster 7" haben wohl zugeschlagen (https://lawine.tirol.gv.at/basics/lawinengefahrenmuster/#c143970). Das haben wir in Tirol in diesem Winter leider bereits mehr als einmal mit fatalen Folgen sehen müssen (z.B. Flaurlinger Scharte und Pirchkogel).

Was ich mich auch frage - ich war ja nie dort ... der Aufstieg erfolgt nicht über diesen Hang sondern am Grat - nicht wahr ??

LG C
04.02.2015 06:22 , Christoph Seger
@ Aufstieg auf den Grat und seitlich (Bildmitte) 
Ich war auch schon oben. Mit etwas Handicap, Aufstieg vier Stunden im Nebel und Abfahrt im Nebel den Aufstiegsspuren nach. Das zweite Handicap, ich hatte neue Ski und die Bindung war für die Abfahrt zu leicht eingestellt.
Und nach jedem Sturz schraubten meine Kameraden etwas mehr daran. In Seewis am Ziel war sie dann perfekt eingestellt.
Der Vilan hat den Ruf eines relativ sicheren Berges. Das war mit ein Faktor der "Unbekümmertheit". Und der nicht sichtbare Hang war an diesem Unglückstag ungünstig zum Abfahren wegen vieler aperer Stellen und "Windpressschnee.
Gruss Walter
04.02.2015 10:34 , Walter Schmidt

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