Gletscherschau vom Ramolhaus   3995
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Legende

1 Hohe Mut Alm 2670 m
2 Blockgletscher (Äußeres Hochebenkar)
3 Hangerer 3080 m
4 Granatenkogel 3315 m
5 Hochfirst (Monte Principe) 3403 m
6 Langtalereck- (auch -egg-/ Karlsruher) Hütte 2450 m
7 Blockgletscher (Inneres Hochebenkar)
8 Vorderer Seelenkogel 3286 m
9 Mittlerer Seelenkogel 3424 m
10 Langtal
11 Hinterer Seelenkogel 3470 m
12 Rotegg 3339 m
13 Langtaler Jochspitze 3155 m
14 Seitenmoräne: bis hierher reichte der Gletscher um 1860
15 Hochwilde (Cima Altissima) 3480 m
16 Hochwildehaus 2883 m (aufgelassen)
17 Mitterkamm 3197 m
18 Bankkogel/-spitze (Bocchetta Gelata W) 3311 m
19 Fal(t)schunggspitz(e) (Monte Valsun) 3361 m
20 Gurgler (Ötztaler) Ferner
21 Karlesspitze (Grubspitze, Cima di Quaira) 3462 m
22 Querkogel 3448 m

Details

Aufnahmestandort: Ramolhaus (3006 m)      Fotografiert von: Olaf Kleditzsch
Gebiet: Ötztaler Alpen      Datum: 28.07.2017, 15:15 Uhr
Mein Panorama ist sicher nicht so spektakulär, aber vielleicht gefällt es doch deim einen oder anderen ...

Das Ramolhaus wurde 1881-83 vom Obergurgler Tourismus- und Alpinismuspionier Martin Scheiber erbaut und gehört heute der Sektion Hamburg und Niederelbe des DAV.
Der Aufstieg von Obergurgl ist technisch nicht schwierig - nur die letzten ca. 150 m sind etwas Kraxelei - aber bei mindestens 4 h Gehzeit und etwa 1.100 Höhen-m recht anstrengend und der Besteigung eines 3000ers nahekommend, besonders wenn man - wie ich - den Weg am selben Tag zurück geht.
Die Küche der jungen Hüttenwirtin Sonja Prepstl ist wahrhaft sensationell ...

Von der Aussichtsterrasse hat man einen phantastischen Blick auf den - hier die Grenze zu Südtirol bildenden - Gurgler Kamm mit mehreren 3000ern und seinen NW-seitigen Gletschern - rechts beginnend mit dem Gurgler Ferner (Großer Oetzthaler Ferner), dem drittgrößten Gletscher des Bundeslandes Tirol ... Die Hochwilde liegt am Schnittpunkt von Schnalskamm und Gurgler Kamm. Ganz links in den Wolken sind hinter'm Timmelsjoch in den Wolken noch die Stubaier Alpen zumindest zu erahnen ...

Die Lokalität ist geographisch-naturgeschichtlich sehr interessant: Während der Kleinen Eiszeit, evtl. bereits seit dem 17. Jh., belegt vom 18. bis zum Beginn des 20. Jhs., stieß der Gurgler Ferner mehrmals bis über das Langtaler Eck hinaus vor und blockierte so den Abfluss vom Langtaler Ferner. Es bildete sich wiederholt (1716 - 1915) der sog. Gurgler (Eis-)See (auch Gurgler Lacke oder Langthaler Eissee) mit bis 1,2 km Länge (Teils bis zum dann in diesen kalbenden Langentaler Ferner zurückreichend), 500 m Breite und bis 190 m Tiefe(!), bis zu 4 km² bzw. 12 Millionen m³. Wenn auch nicht so katastrophal wie sein gefürchteter "Venter Bruder", der Rofener Eissee, brach die "Lacke" bis 1867 mehrfach aus und richtete Schäden im gesamten Ötztal an ... Im 18. Jh. gab es deshalb regelmäßig Bittgänge mit Messen am „Steinernen Tisch“, einem Felsen am Rande des Gletschers (in der Nähe des Hochwildehauses).

Sehr interessant sind auch die aktiven Blockgletscher im Äußeren und Inneren Hochebenkar.

Technische Angaben: 9 Querformatfotos, aufgenommen mit Sony NEX-7, Zoomobjektiv 18-200, Brennweite 18 mm, Belichtungszeit 1/100 s, Blendenzahl F/13, Polarisationsfilter "Digi Line Circular Polarizer". Gesticht mit Autostitch; geschnitten, nachbereitet und -geschärft mit Photoshop.

Beschriftung in Arbeit!

Kommentare

Hallo Olaf,
solltest dein Bild nochmals überarbeiten. z.B Bild 30953.jpg.
Schön zu sehen im Vergelich der Bilder wie der Geltscher sich nochmals zurückgezogen hat.

LG
Ralf
06.09.2017 13:26 , Ralf Neuland
Hallo Ralf,
mit deinem Pano kann ich natürlich nicht mithalten, da hilft alle Überarbeitung nichts ...!
Ja, der Gurgler Ferner hat sich noch weiter zurückgezogen, deshalb haben sie dieses Jahr ja auch - zur gefahrlosen Überquerung - die neue Hängebrücke gebaut.
Sonjas Knödel sind aber wirklich genial - ich habe einen Kas- und einen Speckknödel genommen ... :-)
Herzliche Grüße, Olaf
06.09.2017 14:23 , Olaf Kleditzsch
Habe endlich mal die Beschriftung gemacht ...!
07.10.2017 17:18 , Olaf Kleditzsch

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Olaf Kleditzsch

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