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Legende

1 Oldenhorn 3122 m
2 Pointe de Vouasson 3490 m
3 Wildhorn 3246 m
4 Pic d`Artsinol 2998 m
5 Pointe de Darbonneire 3422 m
6 Wildstrubel 3244 m
7 Rinderhorn 3448 m
8 Altels 3629 m
9 Balmhorn 3669 m
10 Blüemlisalphorn 3661 m
11 Mont de l`Etoile 3370 m
12 Tschingelhorn 3561 m
13 Jungfrau 4158 m
14 Bietschhorn 3934 m
15 Aletschhorn 4193 m
16 Finsteraarhorn 4274 m
17 Glacier Superieur des Aiguilles Rouges
18 Pointe de Tsaté 3078 m
19 Bishorn 4153 m
20 Weisshorn 4506 m
21 Dom 4545 m
22 Täschhorn 4491 m
23 Cabane des Aiguilles Rouges 2815 m
24 Zinalrothorn 4221 m
25 Petite Dent de Veisivi 3184 m
26 Grand Cornier 3962 m
27 Ober Gabelhorn 4063 m
28 Dent Blanche 4357 m
29 Nordend 4609 m
30 Matterhorn 4477 m
31 Dent d`Hérens 4171 m
32 Bouquetins 3838 m
33 Mont Collon 3637 m
34 L`Eveque 3716 m
35 Pigne d`Arolla 3796 m
36 La Serpentine 3795 m
37 Mont Blanc de Cheilon 3870 m
38 La Ruinette 3875 m
39 Südgipfel Aiguilles Rouges 3584 m
40 La Tsessette 4141 m
41 Grand Combin de Grafeneire 4314 m
42 Le Pleureur 3703 m
43 Combin de Corbassiere 3715 m
44 Montblanc 4810 m
45 Aiguille Verte 4122 m
46 Aiguille d`Argentière 3900 m
47 Lac des Dix 2364 m
48 Aiguille du chardonnet 3824 m
49 Aiguilles du Tour 3540 m
50 Mont Buet 3096 m
51 Tour Sallière 3219 m
52 Haute Cime Dents du Midi 3257 m
53 Mont Fort 3328 m
54 Mont Grange 2432 m
55 Dent de Morcles 2969 m
56 Dent Favre 2917 m
57 Grand Muveran 3051 m
58 Les Diablerets 3210 m

Details

Aufnahmestandort: Aiguilles Rouges d`Arolla (3646 m)      Fotografiert von: Bruno Schlenker
Gebiet: Walliser Alpen      Datum: 03.08.2022
Nachdem ich mich von meiner Coronainfektion erholt hatte, stellte sich die Frage welche Bergtouren in diesem so heißen Sommer noch angeraten wären. Da klassische Hochtouren wegen der total ausgeaperten Gletscher ausschieden kamen eigentlich nur Felstouren in Frage. Und da fielen uns gleich die Aiguilles Rouges in Arolla ein. Eigentlich schon lange ein Sehnsuchtsziel aber bisher einfach nicht auf der Prioritätenliste.
Für die lt. Führer 8-10 stündige über 1 1/2 km lange Klettertour packten wir in unsere Rucksäcke nur das nötigste. Bergstöcke und Pickel blieben im Auto und pro Person wurde auch nur 1/2 Liter Getränk und eine Packung Kaminwurzen eingepackt, so dass unsere Rucksäcke so leicht wie noch nie waren.
Die Nacht verbrachten wir auf der Cabane des Aiguilles Rouges.
Leider startete und endete die Nacht mit einigen Unanehmlichkeiten. Während Andreas im Führerzimmer schlief hatte ich einen eigenen Schlafraum. Wir hatten uns einige Zeit nach dem Abendessen hingelegt und ich war gerade eingeschlafen, als ich unsanft geweckt wurde als zwei Damen das Zimmer betraten und die Tür laut ins Schloss fallen liessen. Ich hatte das gerade verdaut und war dabei wieder einzuschlafen, als eine der Beiden das von mir geöffnete Fenster schloss und nun auch noch den Fensterladen schließen wollte. Ich protestierte laut, denn die Hitze war auch hier auf 2810 m Höhe angekommen. Bei geschlossenen Fenstern zu schlafen wäre einem Saunabesuch gleichgekommen und hätte entspannten Schlaf verhindert.
Um 1/2 4 Uhr am Morgen standen die Damen auf und verliessen das Zimmer nicht ohne die Tür wieder zwei mal ins Schloss fallen zu lassen, so dass wohl jeder in der Hütte dadurch wach wurde ob er wollte oder nicht.
Wir blieben noch für anderthalb Stunden in der Koje bevor wir dann frühstückten.
Nach 105 Minuten waren wir nach Aufstieg über den kleinen Gletscher und nach dem emporwühlen in einer schiefrigen Rinne am Einstieg zur Kletterei angelangt. Schon vom Gletscher aus hatten wir die zwei Damen am Einstieg entdeckt. Schnell waren diese eingeholt und damit 1 1/2 Std. Vorsprung. Das Vorbeiklettern geschah dann nicht ohne eine gewisse Befriedigung auf meiner Seite. Da wir parallel kletterten und nur Bewegungssicherung verwendeten waren wir bald auf dem Nordgipfel von wo aus es in einen Col hinunter und dann auf den Hauptgipfel hoch ging wo wir um 08.35 schon ankamen. Die Damen hatten wir weit hinter uns gelassen auch später haben wir sie dann nicht mehr gesehen. Ob sie den Gipfel überhaupt erreicht haben war bei ihrem Tempo zumindest fraglich.
Nach dem Abstieg in einen weiteren Col lagen die Hauptschwierigkeiten auf dem Weg zum Südgipfel vor uns. Nicht weniger als 15 Türme galt es auf unterschiedliche Art zu überwinden. Beim Zählen kamen wir bald durcheinander. War das schon der 7. Turm oder erst der 6.? Der 10. Turm markiert dann den höchsten Punkt, die Türme 11 - 15 sind jedoch nur wenig niedriger, somit merkt man erst auf dem 10. Turm, dass man auf dem Südgipfel steht. In älterer Literatur wird der 15. Turm als der höchste angegeben.
Runter in den Col Slingsby haben wir dann zwei mal über Felsstufen abgeseilt ansonsten wurde alles sauber abgeklettert.
Durch mehrer Coulouirs ging es nun schräg die Westflanke hinunter in einen kleinen Pass (3264 m) und durch ein Tal in Richtung Arolla.
Im Pass angekommen waren wir ziemlich ausgedörrt und die Trinkvorräte natürlich erschöpft. Vom Pass absteigend hielten wir daher gleich nach frischem Wasser Ausschau. Das erste Gewässer war aber leider verschmutzt, so dass wir noch etwas warten mussten. Schließlich ergab sich jedoch eine gute Gelegenheit zu trinken und die Flaschen wieder zu füllen.
Die Kletterei über die Aiguilles findet in schönem festen, aber ausgesetztem Fels statt und macht viel Spass. Einige schwierige Kletterstellen erfordern vollen Einsatz.
Bei der Planung hatten wir die Tour in Abschnitte eingeteilt und uns Zeitmarker zur Kontrolle gesetzt. Am Ende waren wir, dann trotz der Anstrengung und der enormen Hitze, sogar 1/2 Stunden schneller als im Führer angegeben. Das hat unsere Freude über die gelungene Tour nochmals gesteigert.
Panorama aus 43 Hochformataufnahmen (2reihig) mit der D850 :
Belichtung: 1/640 sec; Blende: f/6.3; ISO: 64; Brennweite: 35 mm.

Kommentare

Die Damen 
Den Damen sei die Diablons de Dames zu empfehlen. Etwa gleich hoch, aber ein Spaziergang :-)
02.03.2023 16:27 , Matthias Kehle
Gratulation zum Gipfel! Dieses Panorama sehen im Original sicher nicht so viele. Die "Bei-geschlossenem-Fenster-Schläfer" sind auf Hütten auch mein Horror. Man denkt gar nicht, dass es davon in den Bergen so viele gibt, wird aber leider immer wieder eines Besseren belehrt.
02.03.2023 21:56 , Matthias Matthey
Auch wenn es im konkreten Fall sehr nervig war, hinterher ergibt es eine schöne Geschichte, die zudem mit diesem tollen Panorama gekrönt wurde.
03.03.2023 09:11 , Jens Vischer
Ein schönes Panorama und als Dreingabe eine amüsante Geschichte die an so manche unruhige Hüttennacht in vergangenen Zeiten erinnert. LG Gerald.
03.03.2023 11:15 , Gerald Wetzel
Eine schöne und amüsante Geschichte zur Tour! Wer kennt sie nicht, die manchmal nervenaufreibenden Hüttennächte ;-)
..und sicher eine bessere Wahl als unsere Firntouren letzten August^^
03.03.2023 16:46 , Andre Frick
Klingt nach einer tollen Kletterei in einer schönen Gegend. Und du schleppst auch noch die D850 mit ;-)
04.03.2023 11:27 , Johannes Ha
Spektakulär und - wieder einmal - ein großartiges Panorama.
04.03.2023 13:36 , Benjamin Vogel
Ein großartiges, schon oft aus der Ferne betrachtetes Gipfelziel - mein Glückwunsch! VG Martin
19.03.2023 14:53 , Martin Kraus
Grossartig!
VG Danko.
19.03.2023 17:06 , Danko Rihter

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Bruno Schlenker

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