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Die Glattalp ist eine faszinierende, raue Hochebene zuhinterst im Bisistal (Gemeinde Muotathal, Kanton Schwyz). Sie liegt auf rund 1'850 Metern über Meer und ist eingebettet in eine spektakuläre alpine Kulisse aus schroffen Kalkwänden und bizarren Karrenfeldern. Bekannt ist die Region einerseits als wunderschönes Wanderparadies, andererseits als Kältepol der Schweiz – im Winter fallen die Temperaturen hier regelmässig unter -40 °C, und am 7. Februar 1991 wurde mit -52.5 °C der Schweizer Allzeit-Minusrekord gemessen.
Das Hochtal bildet eine ausgeprägte, geschlossene Geländemulde (eine Doline), die von steilen Felswänden umgeben ist. Bei klaren, windstillen Nächten – besonders im Winter – kühlt der Boden durch Ausstrahlung stark ab. Die direkt darüberliegende Luft wird extrem kalt und schwer. Da kalte Luft eine höhere Dichte hat als warme, fliesst sie wie Wasser die Hänge hinab und sammelt sich am tiefsten Punkt der Mulde. Weil diese Luft wegen der topografischen Barrieren nicht abfliessen kann, entsteht ein stehender Kaltluftsee mit extremen Minima, während es weiter oben auf den Bergen deutlich milder sein kann (Inversionswetterlage). (div. Quellen)
Jörg Braukmann, Günter Diez, Andre Frick, Manfred Hainz, Fredy Haubenschmid, Martin Kraus, Jörg Nitz, Christoph Seger, Jens Vischer, Benjamin Vogel, Alexander Von Mackensen
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Kommentare
Dein Begleittext erinnert mich an den Funtensee in den Berchtesgadener Alpen, Deutschlands kältester Ort. Auch dort führen die genannten Bedingungen zu extremen Minusgraden.
VG Manfred
Schön auch den Glattalpsee zu sehen und zu verstehen. Kein Abfluss :-)
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