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Um die Kraxentrager gibt es regelmäßig Verwirrung:
Der bekanntere Kraxentrager ist 2999 m hoch und wird üblicherweise von der Landshuter Europahütte bestiegen. Er ist ein Berg im Tuxer Hauptkamm, der wiederum zu den Zillertaler Alpen gehört. Dieser Kraxentrager erhebt sich aber weder über dem Zillertal noch dem Tuxer Tal, sondern zwischen Valser Tal und Pfitschertal direkt auf der Grenze zwischen Österreich und Italien. Um diesen Kraxentrager geht es nicht.
Im Tourengebiet der Rastkogelhütte gibt es noch einen Kraxentrager. Er ist etwas niedriger und erhebt sich über dem Zillertal, wird aber zu den Tuxer Alpen gerechnet. Diesem Kraxentrager statteten wir einen Besuch ab.
Bis vor einem Jahr lebte ich in dem festen Glauben, dass Probleme mit der Nebelobergrenze nur Leute haben, die in den Mittelgebirgen unterwegs sind. In den Alpen kommt man immer locker drüber, dachte ich. Ich wurde aber eines Besseren belehrt:
Wir hatten uns für ein paar Tage in der Rastkogelhütte einquartiert. Diese hat glücklicherweise noch weit in den Oktober hinein geöffnet und liegt mit 2117 m deutlich über der gemeldeten Nebelobergrenze. Nach dem Aufstehen fanden wir uns aber sogar unterhalb der Nebeluntergrenze und selbst mit einer Besteigung des 2762 m hohen Rastkogels schafften wir es nicht über den Nebel. Das schöne Wetter mit der Fernsicht spielte sich im Bereich der Dreitausender und höher ab. Das war enttäuschend für uns.
Am zweiten Tag sah es besser aus. Die Hütte lag nun genau an der Nebelobergrenze und wir stiegen auf den Kraxentrager, wozu man etwa 1 Stunde benötigt. Der kurze Anstieg erschien mir vorteilhaft, da ich mit einem Ansteigen des Nebels rechnete.
So ärgerlich das mit dem Nebel auch ist, wenn man in ihm oder unter ihm steckt, so schön ist es doch, wenn man über ihm steht.
21 QF-Freihandaufnahmen mit meiner Alpha 7R, 50 mm KB und f/10, 1/1000s, IS0 100
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