Im Schatten des großen Kuchen - Scheibler 360°   163897
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Legende

1 Vollandspitze 2928m
2 Patteriol 3056m
3 RÄTIKON
4 Valschiever Maderer 2728m
5 Kaltenberg 2895m
6 Rote Wand 2704m
7 LECHQUELL
8 Wildgrubenspitze 2752m
9 LECH
10 Hahnentrittkopf 2636m
11 Valluga 2812m
12 Weißschrofenspitze 2752m
13 Apperiesspitze 2588m
14 Stanskogel 2757m
15 Augstenbergkopf 2881m
16 Holzgauer Wetterspitze 2895m
17 Vorderseespitze 2889m
18 Freispitze 2884m
19 Hoher Riffler 3168m
20 Riffelspitze 2935m
21 Faselfadspitzen 2993m
22 STUBAI
23 Furgler 3004m
24 Fatlarspitze 2986m
25 Saumspitze 3039m
26 Darmstädter Hütte
27 Seeköpfe 3061m
28 ÖTZTALER ALPEN
29 Vesulspitze 3089m
30 Bürkelkopf 3032m
31 Piz Mundin 3146m
32 Muttler 3293m
33 Kuchenspitze 3148m
34 KUCHEN
35 SILVRETTA

Details

Aufnahmestandort: Scheibler (2976 m)      Fotografiert von: Felix Gadomski
Gebiet: Verwallgruppe      Datum: 10.09.2012
Einen Tag früher als ursprünglich geplant machen wir uns auf in Richtung Darmstädter Hütte. Nicht unbedingt das Wetter als vielmehr die Einsicht, dass man auf der Konstanzer Hütte nicht nur aus Liebe und Leidenschaft bewirtet wird, veranlassen uns dazu. Eigentlich haben wir noch die Kuchenspitze auf dem Zettel; das Wetter verschlechtert sich allerdings zunehmend in den nächsten Tagen. Die Hüttenwirtin jedenfalls kennt den Gipfel überhaupt nicht, der Wirt hingegen weiß da schon mehr : \"Ich glaube, da muss man klettern.\", so die Aussage. Sehr interessant. Da fallen wir aus allen Wolken. Wie dem auch sei, wir packen schnellstmöglich unsere Sachen und verschwinden. Beim Aufstieg in Richtung Kuchenjoch dominiert einmal mehr der fantastische Patteriol die Szenerie, doch weiter oben gelangt der große Kuchen immer mehr ins Blickfeld, ein gewaltiges und einzigartiges Bergmassiv mit abschreckenden Wänden und einem dahinsiechen Gletscher. Wir lauschen gespannt dem Steinschlag gegenüber als wir eine kurze Rast auf dem Scheibler machen. Gestern noch gegenüber oben, heute hier; das Verwall zeigt sich als abwechslungsreiche, dramatische und zugleich gemütliche Gebirgsgruppe. Die Seen sind der kleine Farbklecks in dem heute eher durch Schatten geprägten Ausblick. Und die Darmstädter Hütte ist nicht nur zur empfehlen, es ist ein Fest dort, wir bleiben ganze drei Nächte.

21 RAW-Hochformate mit der Canon EOS 550D - Tamron 17-50VC

17mm (27mm KB) - f/9 - 1/250 - ISO 100

PTGui

Kommentare

schönes Schattenspiel.
12.12.2012 16:38 , Leonhard Huber
Aus Bild und Beschreibung 
kann man viel herauslesen!
12.12.2012 18:25 , Werner Maurer
Eigentlich eine Schande, dass Hüttenwirt und Wirtin sich in ihrem eigenen Revier nicht mal auskennen. Da hat wohl die kommerzielle Ausrichtung völlig die Oberhand gewonnen. Interessantes Gebiet das durch den ganz Schutt wie eine Mondlandschaft wirkt. Almen scheint es hier nicht zu geben? LG. Bruno.
12.12.2012 18:37 , Bruno Schlenker
Spannend inszeniert!
VG
12.12.2012 21:40 , Danko Rihter
Ein tolles Licht/Schatten Panorama und ein ebensolcher Beschrieb Felix.

Liebe Grüsse
Gerhard.
13.12.2012 02:16 , Gerhard Eidenberger
Kommerzielle Ausrichtung 
Ja, das muss man bei diesen Umständen so sagen. Die Mountainbiker bringen wohl das meiste Geld da unten im Verwalltal und nur der echte Exot wagt sich einmal auf die Berge. Am Tag zuvor waren bis auf uns auch nur Einheimische am Patteriol unterwegs. Hat mit Sicherheit auch sein Gutes, dann hat man nämlich seine Ruhe! Trotzdem - Dass ein Wirt auf der Konstanzer Hütte nichts zur Kuchenspitze sagen kann, ist doch eine Unglaublichkeit. Das mit den Almen ist übrigens ein interessanter Punkt. Es scheinen viele verfallen zu sein, rundherum ist ja skitechnisch so einiges los.
13.12.2012 15:33 , Felix Gadomski
schön! Gruss Toni
13.12.2012 15:44 , Sieber Toni
Lieber Felix 
Du weißt, ich schätze Dich, Deine Bilder und Deine Berichte sehr.

Aber hier bist du vermutlich im Unrecht - Bruno ebenso. Man darf durchaus davon ausgehen, dass der Wirt die Kuchenspitze sehrwohl SEHR GUT kennt. Man darf aber eben auch davon ausgehen, dass er Euch taxiert hat und es ihm lieber war, sich einer Aussage zum "Weg" zu entschlagen. Jedes Wort hätte ihm falsch ausgelegt werden können und er ist schließlich "nur" der Hüttenwirt und nicht Eurer Bergführer.

Ich füge noch gerne ("oberlehrerhaft", ich weiss ...) hinzu, dass es schon "normal" wäre, wenn man mit einem Minimum an Führer-Literatur an ein neues Gebiet herangeht, etwas "auf dem Zettel" zu haben reicht da nicht wirklich. Auch das Internet ist hier ja hilfreich zur Stelle: http://www.hikr.org/tour/post42029.html, Ich zitiere "Für Einsamkeitsfanatiker ist die Kuchenspitze also ein Traumziel: Fast garantierte Einsamkeit und ein Gipfelpanorama, das seinesgleichen sucht. Wäre da nur nicht der Anstieg, der in seiner gefährlichen Brüchigkeit nur noch vom Abstieg übertroffen wird."

LG Christoph
13.12.2012 16:24 , Christoph Seger
Herrlich die kleinen Seenaugen!

Natürlich gewaltig die Bergflanken links und rechts - das Verwall hat schon einen besonderen Reiz!!!

LG Seb
13.12.2012 17:59 , Sebastian Becher
Hallo Christoph! Du kannst in diesem Fall natürlich auch Recht haben. Verstehe gerade nur nicht ganz, ob Du dafür Belege hast oder nicht. Wenn ich mich als Hüttenwirt aber nicht in die Nesseln setzen möchte, sage ich ganz klar, dass ich von einer Besteigung abrate. Nichts anderes. Schon gar nicht tue ich so, als wenn ich keine Ahnung hätte.
Sehe ich das richtig, dass Du mir gerade vorwirfst, mich nicht genug informiert zu haben?! In meinen Augen eine Frechheit. Ich bin zwar jung, aber nicht blöd. Ich fahre nicht einfach irgendwohin und gucke dann mal. Ich habe mir vorher eine Menge an Informationen und natürlich auch Literatur besorgt. Diesen Artikel habe ich übrigens auch schon x Male gelesen. Vor Ort sollte man dann wohl mit den wichtigsten und präzisesten Informationen rechnen dürfen, wenn man davon ausgeht, dass Papier geduldig ist, zumal die Informationslage über die Verwallberge generell bescheiden ist.
Also ich muss ganz ehrlich sagen, was den Hüttenwirt angeht, kann ich natürlich falsch liegen, das ist eben eine Sache, die uns so passiert ist und die mir so erschien wie ich es geschildert habe. Was Du aber aus "auf dem Zettel" hier heraufbeschwört hast, solltest Du nochmals überdenken, ich fühle mich da etwas gekränkt, wenn ich ehrlich bin.

Herzlichst, Felix
13.12.2012 23:27 , Felix Gadomski
Lieber Felix 
Beleidigen wollte ich dich natürlich nicht - ich wiederhole gerne: Ich schätze Dich, Deine Bilder und Deine Berichte sehr. Ich denke, wir lassen unsere Meinungen am Besten so stehen. Nur ... was für "präzisere" Informationen oder Entscheidungshilfen erwartest du dir eigentlich wenn du dich sowieso eigenverantwortlich in den Bergen bewegst ?!
Herzlichst Christoph
14.12.2012 01:59 , Christoph Seger
Hallo Christoph. Ich verstehe deinen Denkansatz nicht, glaube ich. Also: Ich interessiere mich für eine Gebirgsgruppe. Ich besorge mir Literatur, Kartenmaterial und studiere das Internet. Ich verbinde mögliche Gipfeltouren zu einer Gesamttour. Aber, ich habe letztlich trotzdem keine genaue Ahnung wie die momentanen Verhältnisse am Berg sind. Ich finde schon, dass man erwarten darf, dass der Hüttenwirt seine Berge kennt. Und er kann mir eben Entscheidungshilfe geben, ganz klar. Gerade in solchen Fällen, in denen man trotz des Studiums der Literatur unsicher ist. Er wird mir sagen, ob die Tour vielleicht momentan zu anspruchsvoll ist ohne Seil oder nicht. Er wird mir sagen, wie die Gletscherverhältnisse sind. Erw ird mir sagen wie es um die momentane Verfirnung aussieht, ob es Abbrüche gibt usw. Das sind alles Faktoren die eine Tour doch maßgeblich in ihrer Schwierigkeit beeinflussen. Da kann kein Führer und kein Internetartikel was zu sagen. Und ich weiß, dass ich guten Gewissens eine Tour nicht mache, wenn der Wirt mir abrät. Das hat doch nichts damit zu tun, dass ich die Verantwortung für mich selbst abgebe, wenn jemand, der einfach mehr Ahnung hat als ich, meine Entscheidung beeinflusst.
14.12.2012 02:41 , Felix Gadomski
Servus Felix 
Ja, ich glaube da sind wir im Denkansatz etwas voneinander entfernt. Ich bin der Meinung, der "Wirt" (sehen wir das einfach einmal abstrakter und entfernen wir uns gedanklich von der gegenständlichen Hütte) hat die mit seiner knappen Aussage bereits alles gesagt, was du zur Kuchenspitze an diesem Tag noch wissen müßtest.

Die Aussage, dass es zum Klettern sei beinhaltet: (i) das ist kein markierter Weg, welcher durch wen auch immer erhalten wird. (ii) du mußt damit rechnen, dass es klettertypische Probleme gibt und es ist in deiner Verantwortung, wie du denen technisch und ausrüstungsmäßig [Helm, Gurt, Seil etc vorhanden? Not- Notsignal-Ausrüstung vorganden? ] begegnest, (iii) er gibt keine Auskunft über die Schwierigkeit des Klettergeländes und legt es damit in deine Hände ob du glaubst, dass du damit fertig wirst (iv) Neue Abbrüche, ausgebrochene Details des Anstieges, Gerölleintrag aus Starkregen etc. sind nicht von weiterem Interesse weil - es ist ja zum Klettern ....

Versuche auch einmal das Problem aus einem anderen Blickwinke (... da kommen jeden Tag dutzende und aberdutzende "Flachländler" mit abstrusen Plänen und mangelnder Ausrüstung ... da steht eine Gruppe hochmitivierter und körperlich recht fitter junger Menschen vor ihm, deren Trittsicherheit und Schwindelfreiheit er aber auf dem Dieleboden seiner Hütte nur schlecht beurteilen kann ...) zu sehen !!

Zusammengefaßt: Er wollte seine Meinung in deinen Entscheidungsprozess nicht einbringen, seine Gründe werden wohl vielschichtig gewesen sein und sich aus dem Erfahrungsschatz der Vergangenheit begründen.

LG Christoph

PS: eine interessante Diskussion zu diesem Thema (allerdings auf Gletsxher bezogen - was nach dieser Saison wohl wieder recht aktuell ist ...) findet sich auf: http://www.dav-community.de/invisionboard/lofiversion/index.php/t30287.html.
PPS: Die Konstanzer ist ebenso wie die Dresdner sicher keine "vorgeschobene" Hütte, sondern eher ein Talhaus.
14.12.2012 08:23 , Christoph Seger
Talhütte 
Das ist etwas, das wir uns auch dann gedacht haben. Sie ist wohl einfach keine Berghütte, die Konstanzer. Also ich bleibe bei der Meinung, dass der Wirt keine seltsamen Aussagen treffen sollte, ob er nun Ahnung hat oder nicht. Ich kenne natürlich das Phänomen; dass sich so junge Leute wie wir dort oben herumtreiben, ist nicht so häufig. Logisch, dass man da als Wirt etwas skeptisch ist. Aber gerade dann würde ich eher eine relativ klare Ansage machen. So sehe ich das. Und wir haben das auch immer so erlebt. Ich danke Dir für Deine Ausführungen; bis auf die eine Sache hat mich die Diskussion mit Dir sehr erfreut; gerne wieder!

Herzlichst, Felix
14.12.2012 16:42 , Felix Gadomski
Lieber Felix 
geht mir genau so, das war eine richtig erfrischende Diskussion. Sorry, dass ich dich beim Punkt "auf dem Zettel" etwas zu sehr getroffen habe - die Formulierung stammt aber von Dir und das daraus erwachsene Missverständnis zeugt nur davon, dass uns im DACH Raum nichts so sehr zu trennen vermag wie die gemeinsame Sprache.
Herzlichst Christoph
14.12.2012 16:47 , Christoph Seger
Glückwunsch zum Berg und diesem tollen Panorama!!
Lg Hans
16.12.2012 01:07 , Hans Diter

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Felix Gadomski

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