Punta Bioula   8327
vorheriges Panorama
nächstes Panorama
Details / LegendeDetails / Legende Marker ein / ausMarker ein / aus Übersicht ein / ausÜbersicht ein / aus   
 Durchlauf:   zum ersten Punkt zum vorherigen Punkt Durchlauf abbrechen
Durchlauf starten
Durchlauf anhalten
zum nächsten Punkt zum letzten Punkt
  verkleinern
 

Legende

1 Punta Tersiva
2 Grivola
3 Herbetet
4 Gran Paradiso
5 Ciarforon
6 L'Albaron 3640 m
7 Punta Bianca
8 Pointe de Ronce 3612 m
9 La Tsanteleina 3602 m
10 Mont Pelvoux 3943 m
11 Pic Sans Nom 3913 m
12 L'Ailefroide 3954 m
13 Barre des Écrins 4102 m
14 La Dent Parrachée 3697 m
15 Mont Pourri
16 Montblanc
17 Mont Maudit
18 Montblanc du Tacul
19 Dent du Géant
20 Grandes Jorasses
21 Mont Vélan
22 Walliser Alpen
23 Monte Emilius

Details

Aufnahmestandort: Punta Bioula (3414 m)      Fotografiert von: Michael Bodenstedt
Gebiet: Grajische Alpen      Datum: 29.08.2021
40 HF, 12:46 Uhr, F/5,6; 1/400 sec., 50 (75) mm
Vom kleinen Parkplatz in Eaux Rousses auf 1650 m auf bequemem Weg zur ehemaligen königlichen Jagdhütte d'Orvieille. Auf einem schönen Querweg nach Norden ohne viel Höhengewinn in das nächste Kar queren und in meist flachen Kehren den steilen Wiesenhang empor. An manchen Stellen ist der zu königlicher Zeit sorgfältig angelegte Weg nicht mehr vorhanden, dann jeweils steil direkt die Wiese hoch. Der Wiesenhang endet auf etwa 2.650 m am Rand eines mit Blöcken gefüllten Talbodens, den man einigen Markierungen folgend und über Blöcke hüpfend nach WNW quert. Im hintersten Boden wohl meist noch ein Schneefeld. Nun gilt es, den Hang hoch zur Scharte nördlich des Talbodens zu überwinden. Bis man auf etwa 2.860 m wieder auf Reste des Jagdweges stößt, darf das Stück getrost etwas mühsam genannt werden. Dieser führt einen, zum Schluss fast Fahrweg breit, in den Sattel auf etwa 2.900 m. Von dort sieht man etwas oberhalb einen Steig in das nördlich gelegene Kar queren. Um diesen zu erreichen empfiehlt es sich, vom Sattel ein kurzes Stück am Aufstiegsweg zurück zu gehen und über steile Wiese und einige wenige Blöcke zum Beginn dieses Querweges aufzusteigen. Der Querweg führt einen überraschend komfortabel hinüber zu einer Geröllrinne, die uns vom Sattel aus rein gar nicht als angenehme Aufstiegsoption angelacht hat. Zum Glück aber quert der Steig die Rinne nur und gewinnt ganz bequem das in Aufstiegsrichtung rechte und "rettende" Ufer der Rinne. Nun wieder auf teilweise noch vorhandenen Resten des Jagdweges angenehm den Geröllhang hinauf, bis für die letzten hundert Höhenmeter mühsame Blöcke die letzte Schnaufe rauben. Ganz am Ende leichte Kraxelei auf den überraschend spitzigen Gipfel.
Trotz einiger mühsamer Etappen schöner Aufstieg mit mehreren interessanten "Perspektivewechseln". Erschließungsgeschichtlich faszinierend die Reste des (vermutlich) königlichen Jagdweges bis fast zum Gipfel - und das obwohl das Gelände durchaus als rauh bezeichnet werden kann. Erinnert stark an unsere heimatlichen königlichen Jagdwege insbesondere in den Ammergauern.
Lohnender Aussichtsberg, auch (spät-) herbsttauglich. Es braucht bei 1800 HM und einiger Blockhüpferei ein gewisses Maß Kondition, sonst hat man keine Freude.
Außer 3 Läufern (!) haben wir oberhalb der ehemaligen Jagdhütte keinen Menschen getroffen.
PS.: Unser ehemaliger Kollege auf Alpenpanoramen Dirk Becker hat auf seiner Website herrliche Bilder vom Aufstieg und Gipfel aus dem Herbst öffentlich gemacht - anschauen!

Kommentare

herrliches langes Pano aus einer unerrepräsentierten Gegend mit viel Platz für weitere a-p Erstbesteigungen. Habe noch einige markante Gipfel beschriftet. LG Alexander
05.09.2021 12:46 , Alexander Von Mackensen
Sehr schön diesen tollen Rundblick daheim genießen zu dürfen, während Dir noch 1764 Höhenmeter Abstieg bevorstanden.
06.09.2021 16:18 , Günter Diez
Fantastisch! Ein absoluter Kracher!

LG Seb
06.09.2021 22:31 , Sebastian Becher
Schöner Gipfel, super Wetter!
07.09.2021 08:56 , Johannes Ha
Sehr schön. Tolles Ziel. LG Niels
09.09.2021 09:37 , Niels Müller-Warmuth
Ach, herrlich. Ich bin die Tour 1993 gegangen, damals war der Weg wohl noch gut erhalten; ich erinnere mich an keine Probleme. Die Rundsicht war ähnlich; schon damals beklagte ich die nahezu schneefreie Flanke des Fast-4000ers Grivola. Wir haben auf Orvielle biwakiert; dann war der Höhenunterschied überschaubar. Im selben Urlaub ging es wenige Tage später übrigens auch zum Monte Emilius hoch. VG Peter
10.09.2021 21:26 , Peter Brandt
Großartiges Pano von einem ebensolchen Ziel, von dem mir der im Text erwähnte Kollege auch schon - wie von anderen Bergen seiner jährlichen Herbstreise ins Aosta-Tal - vorgeschwärmt hat. Die entsprechenden Panos sind dann auf MP zu sehen. Ich merke selbst, wie mühsam es ist, auf mehreren Plattformen dran zu bleiben. VG Martin
12.09.2021 17:27 , Martin Kraus
Genial, bin gespannt was noch kommt.
13.09.2021 02:43 , Adri Schmidt

Kommentar schreiben


Michael Bodenstedt

Weitere Panoramen

... in der Umgebung  
... aus den Top 100